Gesunde-Kultur-Kamenz

Kultur kann ein guter Motor sein, um Gesundheitsthemen in der Öffentlichkeit zu platzieren. Gesunde-Kultur. Kamenz ist ein Projekt, das genau diese Idee aufgreift. Zu einer Buchlesung oder einem Filmbeitrag wird eine moderierte Diskussionsrunde mit Experten geführt.

Themenabend Depression mit dem Film: „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“ bildet den Rahmen für den Abend. Darüber hinaus kann man mit Experten ins Gespräch kommen.

Die Besucher des Abends werden kulinarisch von Suppen Müller aus Kamenz versorgt.

Datum: Donnerstag der 24.11.2016
Zeit: 18:30 bis 20:30Uhr
Ort: Bautzener Str. 17 ,01917 Kamenz

Eintritt: 2,50€ pro Person

Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag

Axel Schmidt (Initiator des Filmprojekts, Filmemacher und Facharzt für Psychiatrie), Michaela Kirst (Dokumentarfilmregisseurin und Produzentin – sagamedia Büro Berlin) und Dirk Lütter (Kameramann und Grimme-Preisträger) haben zwei an Depression erkrankte Frauen und eine betroffene Familie über ein Jahr begleitet. Gemeinsam mit dem Deutschen Bündnis gegen Depression und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist so ein eindrückliches Filmdokument entstanden, das hilft, diese Volkskrankheit begreifbar und nachvollziehbar zu machen.

„Man lebt so jahrelang in einem Haus und hat da schon immer gewohnt, und plötzlich entdeckt man eine Kellertür. Man macht die Tür auf, und es ist einfach nur dunkel, und irgendjemand stößt einen die Kellertreppe runter und macht die Tür dann zu. Das Einzige, was einem bleibt, ist sich durch den Raum zu tasten und irgendwie muss man den Weg da raus wiederfinden oder im Idealfall einen Lichtschalter.“ So beschreibt eine Protagonistin aus Berlin ihre Erfahrung mit der Erkrankung Depression. Beobachtende Aufnahmen wechseln sich in dem 75-minütigen Film mit Interview-Ausschnitten ab, auf Sprechertext und Erklärungen wird dabei bewusst verzichtet.

„Wir wollten ausschließlich die Betroffenen und ihr direktes Umfeld zu Wort kommen lassen, damit sich die subjektive Sicht der Protagonisten direkt vermittelt“, sagen die beiden Regisseure Michaela Kirst und Axel Schmidt. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Betroffenen ein Stück auf ihrem Weg mitgenommen und uns einen Einblick in ihr Alltagsleben, aber auch ihr Seelenleben gewährt haben. So hatten wir die Möglichkeit viele Schlüsselmomente hautnah miterleben zu dürfen und damit ein einmaliges Filmdokument zu schaffen, das die Erkrankung Depression dem Zuschauer hoffentlich besser begreifbar macht.“

Eine Voranmeldung ist wünschenswert: 03578 787687

Gefördert durch: Freistaat Sachsen
Sponsoring: AOK PLUS
Unterstützt durch: Tagesklinik für Psychiatrie Arnsdorf/Kamenz
Organisation/Planung: Michael Schiewack, Anne Hasselbach

 

gesunde-kultur-kamenz